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Ordnung schaffen: Die 7 Grundsätze der Ordnung

Im folgenden findest du die 7 Grundsätze der Ordnung, die ich in meinen Vorträgen genauer vorstelle und nach denen ich mit meinen KundInnen zusammenarbeite. Eine Newsletterabonnentin hat darum gebeten, dass ich diese mal schriftlich festhalte. Caro, dieser Blogartikel ist für dich.

Du findest die 7 Grundsätze in der Reihenfolge in der du dein Ordnungsprojekt für maximale Erfolge durchlaufen solltest.


1. Dort anfangen wo’s weh tut

Jedes mal wenn ich irgendwo lese, “fang mal mit einer kleinen Schublade an” möchte ich in ein Kissen schreien. Das ist ein guter Tipp für Menschen die entweder Langeweile haben oder jene die sich einfach daran erfreuen und bereits Spaß am Ordnung schaffen haben.


Mal ehrlich: Die Kruschtelschublade mit den Haushaltsgummis, Batterien, Schlüsseln, von denen niemand weiß in welches Schloss sie passen und den uralten Kassenzetteln, die beeinflusst doch deinen Alltag nicht. Wird dein Alltag besser, einfacher, reibungsloser, wenn du diese Schublade aufgeräumt hast?


Und außerdem ganz am Rande erwähnt: Solche Kruschtelschubladen sind die Königsdisziplin, da dort eben alles landet, was sonst irgendwie keiner Kategorie zuzuordnen ist.


Die Kruschtelschublade oder der Schrank im Keller mit den Bastelsachen sind nicht die Baustellen, die dich abends wach liegen lassen und dich morgens gestresst in den Tag starten lassen. Das ist entweder ein Kleiderschrank voll nichts anzuziehen, eine Küchenzeile in der du nur schwerlich Frühstück zubereiten kannst oder ein Homeoffice in dem du permanent abgelenkt wirst.


Fang dort mit dem Ordnung schaffen an, wo die Unordnung aktuell deinen Alltag schwer macht.


Identifizier den Lebens- und Wohnbereich, der dir aktuell aufgrund von fehlender Ordnung udn Struktur deinen Alltag am meisten erschwert.


Oder andersherum formuliert: Starte in dem Bereich, der, wenn er endlich in Ordnung gebracht ist, dein Leben wieder leichter macht.


Es ist garnicht so leicht, den Finger draufzulegen, wenn du dich aktuell von der gesamten Wohnsituation überfordert fühlst und glaubst, dass alle Bereiche eine Generalüberholung nötig hätten. Hier kann dir der Blick von außen, z.B. durch einen Ordnungscoach helfen, die richtigen Prioritäten zu setzen, und einen Bereich nach dem anderen durchzugehen, erfolgreich abzuschließen und dann erst den nächsten Bereich zu definieren.



2. Gleiches zu Gleichem

Hat deine Wohnung einen Zustand erreicht, in dem du dir nicht sicher bist, was wo zu finden ist und was du überhaupt besitzt, kann dir das ein permanentes Gefühl von Kontrollverlust geben. Jede Verabredung, jedes Vorhaben setzt ein Zusammensuchen von Dingen aus den verschiedensten Winkeln deiner Wohnung voraus. Stress pur.


Das Prinzip "Gleiches zu Gleichem" begegnet uns im Alltag überall, um unser Leben zu erleichtern. Im Supermarkt sind die Lebensmittel nicht farblich oder alphabetisch sortiert , sondern nach Kategorien: Obst und Gemüse, Käse, Wurst, Milchprodukte, Getreide, Saucen, Getränke, usw.


Das folgt einer Logik, die alle verstehen und erleichtert das Finden von Gesuchtem.


Bilde in deinem Zuhause Kategorien, bringe Gleiches mit Gleichem zusammen


Dafür benötigst du ein Bewusstsein darüber, welche Kategorien es in deinem Leben gibt und welche sinnvoll zueinander gehören.


Ein häufiger Fehler: Kategorien werden zu kompliziert gemacht und zu kleinteilig definiert. Oder sie werden knallhart durchgezogen, ohne die Rücksicht auf bedarfsorientierte Lagerplätze.


3. Sinnvolle, prozessorientierte Lagerplätze

Die WECK Dessertglässchen stehen brav bei den anderen Schüsseln und Schalen, obwohl du sie nur einmal im Jahr brauchst. Obwohl du selten bis nie Briefe schreibst, lagern die Tinte, der Füller und Briefpapier auf deinem Schreibtisch, während der Locher, der Tacker und das Briefpapier ganz hinten in einer Schublade verschwunden sind. Der Donutmaker den du einmal im Jahr am Kindergeburtstag benutzt steht auf der Küchenzeile, weil er einfach so eine hübsche Farbe hat, während du die alltäglichen Aufgaben in der Küche nur schwerlich meistern kannst, weil du zu wenig Platz auf der Anrichte hast.


Lagere alle Gegenstände dort, wo du sie benötigst

Optimalerweise in Greifnähe, idealerweise so, dass du auch mit nur einer Hand dran kommst.


Um diese sinnvollen, prozessorientierten Lagerplätze zu definieren, musst du dir die Prozesse und Abläufe deines Alltags bewusst machen. Was passiert wann, wo und wie?


Es gibt keine perfekte Lösung. Eine Entscheidung für einen Platz ist eine Entscheidung gegen andere Plätze. Und nicht alles wird genau dort Platz haben, wo du es benötigst.


4. Mehr Platz als Dinge

Jede Wohnung, jeder Schrank, jede Schublade hat eine Kapazitätsgrenze. Wenn du clever faltest, stapelst und die Raumhöhe ausnutzt, beispielsweise mit Regalen bis unter die Decke, kannst du viel unterbekommen. Aber irgendwann ist Schluss.


Je voller der Raum, desto unruhiger wirkt er. Je voller die Schränke und Schubladen, desto schwieriger ist es, an Dinge heranzukommen, oder sie zurückzustellen.


Da hilft nur: in eine größere Wohnung ziehen, zusätzlichen Stauraum anmieten (davon rate ich vehement ab) oder aussortieren. Als Daumenregel empfehle ich 80 % Luft in Räumen für dich. und in Schränken und Schubladen 20% Luft für die Gegenstände.


Trenne dich von doppelten, kaputten oder ungenutzten Gegenständen.


Und sorge gleichzeitig dafür, dass zukünftig nicht mehr so viel Neues in dein Haus kommt.


Um diese Entscheidungen zu treffen, musst du ein Bewusstsein haben, was du besitzt (Gleiches zu Gleichem) und was davon dich auch in Zukunft begleiten soll. Dienen dir diese Dinge? Machen sie dein Leben leichter, besser, schöner, fröhlicher?


Das Loslassen ist ein emotionaler Prozess. Welche Emotionen und Überzeugungen dir dabei im Wege stehen könnten, kannst du hier nachlesen: Gründe, Dinge nicht loszulassen.


5. Jedes Ding hat seinen einen festen Platz


Eigentlich müsste das die Regel Nummer 1 sein. Denn wenn du sie knallhart durchziehst, herrscht nahezu automatisch Ordnung. Okay, nicht automatisch, aber zwangsläufig.


Wenn du aufhörst, Dinge einfach irgendwo abzustellen, wo halt gerade eine freie Fläche ist, und dich zwingst, einen festen Platz für das Teil zu definieren wirst du schnell sehen, ob du genug Platz hast, ob dieser Platz logisch und effizient ist und ob das Teil nicht bei seinen Brüderlein und Schwesterlein (Gleiches zu Gleichem) besser aufgehoben wäre.


Das gedankenlose “ich leg das mal hier ab” verlangt in der Folge jedes mal dein Erinnerungsvermögen und deine Hirnkapazität, um dich wieder daran zu erinnern, wo du es diesmal abgelegt hast. Das ist unnötig kompliziert und anstrengend.


Hat jeder Gegenstand seinen festen Platz, an den er immer zurückgeräumt wird, so können alle im Haushalt Lebenden den Gegenstand finden und ihn nach Gebrauch wieder zurückräumen.


Definiere für jeden Gegenstand einen (!) festen Platz


Um diese festen Plätze zu definieren, brauchst du Klarheit darüber, was für dich eine Kategorie ist (Gleiches zu Gleichem) sowie die Antwort auf die Frage “wo brauche ich das wann?” (prozessorientierte Lagerplätze) und den Platz, die Luft (mehr Platz als Dinge, sprich: aussortieren).


Es genügt, wenn du deinen Kategorien und Unterkategorien feste Plätze zuweist. Sprich, wenn alle T-Shirts ihren festen Platz auf dem 3. Regalboden links haben.

Einzelnen Teilen “Das rote T-Shirt muss zwischen das beige und das gelbe” feste Plätze zuzuweisen macht dein System starr und unpraktikabel. Und auf Dauer wirst du das auch in deinem Alltag nicht aufrechterhalten können.


6. Eingekauft wird zum Schluss

Das Schranktürschanier ist ausgerissen und die Tür schließt nicht mehr richtig, dahinter ein zerlübbelter Ordner, bei dem die Bügel nicht mehr richtig schließen. Ja da hätte ich auch keine Freude daran, meine Papiere abzuheften.


Ordnung darf schön sein und Spaß machen, du darfst Freude daran haben.


Investier in schöne, langlebige Ordnunghelfer


Hier und da braucht es für eine schöne Ordnung, an der du Freude hast, ein paar Neuanschaffungen wie neue Ordner, Stehsammler und schöne Boxen für dein Büromaterial, sowie einen neuen Schrank, einen neuen Anstrich oder eine Reparatur.


Eine schöne Box macht noch keine Ordnung. Ein neuer Ordner macht noch keine effiziente Papierablage.


Erst wenn du dich durch die einzelnen Schritte gearbeitet hast (Gleiches zu Gleichem, mehr Dinge als Platz, jedem Ding seinen festen Platz) wirst du sehen, wie viele Ordner und welche Organizer du an welcher Stelle benötigst.


Ansonsten läufst du Gefahr, Boxen zu kaufen, die zu groß oder zu klein sind, nicht in den Schrank passen oder dein komplettes neu geschaffenes Ordnungssystem wieder auf den Kopf zu stellen, weil du versuchst dein Hab und Gut in Dinge in die bereits vorhanden, vorab gekauften, Boxen zu pressen.


Die exakt passenden Boxen findest du übrigens am einfachsten Mithilfe der genialen Webseite meine-aufbewahrungsbox.de* dort kannst die die genauen Masse angeben udn weitere Filter setzen um nur das angezeigt zu bekommen, was auch passt.


7. Done is better than perfect & mach`s für dich

Klingen die Grundregel 1 bis 6 für dich sehr kompliziert und nach jeder Menge Arbeit? Es ist ne Menge Arbeit und wenn du noch nicht so geübt bist im Ordnung schaffen, dann ist das erstmal neu und dadurch auch kompliziert. Statt da aber verkopft und mit dem Anspruch auf Perfektion ranzugehen: Gemacht ist besser als perfekt. Fang mal an. Bis du Dinge wirklich endgültig aus dem Haus verabschiedest, sind alle Entscheidungen auch rückgängig zu machen.


Am wichtigsten ist aber, dass du für dich Ordnung schaffst. Dass du das für dich möchtest und nicht für andere.


Mach dir klar, wofür du mehr Ordnung haben möchtest


Um deine Ziele und Wünsche, die hinter dem Ziel, mehr Struktur und Übersicht zu gewinnen stecken, diese zu erkennen, kannst du dir hier das Workbook “Meine Ziele und Wünsche” im Tausch gegen dein Newsletterabo herunterladen. Das ist meiner Meinung nach die wahre Regel Nummer 1. Keine Beratung bei mir startet, ohne dass Klarheit über die eigenen Ziele und Wünsche herrscht.


Viele liebe, ordentliche (und saubere!) Grüße,

Deine Sarah

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