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Ich muss gerne kochen!

Ich lebe mit Herrn Pragmatismus zusammen. Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Es ist Jahre her, als er vorschlug, einen Staubsaugerroboter anzuschaffen. Ich war dagegen. Sowas von dagegen. Meine Argumente:

  • Dann muss ich vorher immer schauen dass nichts auf dem Boden liegt

  • Die Dinger sind echt teuer, wir haben doch einen Staubsauger

  • Ich muss mich nur besser organisieren, dann schaff ich es auch, öfter zu staubsaugen (Wir hatten zu dem Zeitpunkt drei Katzen, also jede Menge Haare und Katzenstreu sind da rumgeflogen)

  • In den Eingangsbereich kommt der Staubsaugerroboter ja gar nicht, weil da eine Stufe ist

  • Ich glaub das ist auch arg laut für die Menschen die unter uns wohnen


Na, verdrehst du schon die Augen, während du das liest? Oder erkennst du dich möglicherweise selbst in meinen Worten?

Herr Pragmatismus hat dann einfach Tatsachen geschaffen. Einen Staubsauger Roboter angeschafft, installiert und in Betrieb genommen. Jo, was soll ich sagen… Geiles Teil! Möchte ich nicht mehr missen.


Ich bin eine "vielinteressierte Vielbeschäftigte" Ich bin selbstständig als Ordnungscoach, veranstalte mit einem Geschäftspartner Business Events, arbeite im Business Development für einen Coworking Space und bin Community Managerin für Baden-Württemberg der Orgart Plattform.


Ich arbeite viel und richtig gerne. Wenn ich nicht arbeite, höre ich Blinks oder lese Sachbücher, grabe den Garten um oder streiche mal wieder Wände.


In der verbleibenden Zeit kümmere ich mich um den Haushalt. Vielleicht kannst du dir schon vorstellen, dass das gar nicht so viel Zeit ist, neben meinen drei Jobs und meinen schönen Hobbys, die da verbleibt.


Und plötzlich hasste ich kochen


Trotzdem hab ich lange versucht, alles im Haushalt hinzubekommen. Es alleine hinzubekommen und es genauso gut wie alles andere hinzubekommen. Putzen und Wäsche waschen lief so nebenher und gut genug. Aber die Mahlzeitenplanung endete regelmäßig in einer Katastrophe.


Entweder hatte ich die Zeit vergessen und gar nicht eingekauft und stand vor einem leeren Kühlschrank. Oder ich hatte wichtige Zutaten vergessen. Oder ich saß vor einem weißen Blatt Papier und mir wollte nichts einfallen, was wir die nächsten Tage essen könnten. Es war wirklich frustrierend.

Ich hatte früher richtig gerne und ausgiebig gekocht. Aber mir war jegliche Lust daran vergangen und was mir früher so leicht gefallen war, wurde zu einer der nervigsten Alltagsaufgaben. Und ich versagte immer wieder. Nahm mir wieder vor, es in der nächsten Woche besser zu machen. Schrieb Pläne, an die ich mich dann doch nicht hielt. Herr Pragmatismus hatte eine Idee: “Lass uns Hello Fresh nutzen.“


Ich ging auf die Barrikaden. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Sofort hatte ich alle meine Gegenargumente zusammen, die ich - eventuell sogar etwas lauter als sonst - vortrug:


  • Das verursacht zu viel Müll. Das ganze Verpackungsmaterial und dann noch der Transport. Auf gar keinen Fall!

  • Das ist viel teurer als die Zutaten einzeln im Supermarkt zu kaufen. hast du dir mal die Preise angeschaut? Auf gar keinen Fall machen wir das!

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sachen gut genug gekühlt hier ankommen. Was, wenn das den ganzen Tag vor der Haustür steht? Das ist doch gefährlich!

  • Die Rezepte dort sind gar nicht so toll. Sowas kann ich mir auch ausdenken

  • Dann sind wir gar nicht mehr flexibel. Dann müssen wir das essen, was wir bestellt haben.


Wenn du jetzt noch nicht die Augen verdrehst, bist du definitiv entspannter als Herr Pragmatismus. Er ließ nicht locker und je aufgebrachter ich wurde, desto näher kamen wir dem Kern der Sache. Von keinem der Argumente war ich wirklich selbst tief überzeugt. Ich versuchte nur meine tief sitzende Überzeugung zu kaschieren:


Das kann ich mir nicht erlauben. Ich muss so etwas einfaches, wie Mahlzeiten planen, einkaufen und kochen hinbekommen. Ich bekomm ganz andere Sachen hin. Das muss ich können. Als Ordnungscoach erst recht. Wenn ich das nicht schaffe, hab ich versagt. Was sollen die Nachbarn denken, wenn die Box vor der Tür steht?


Ich stand mir selbst im Weg

Wow, das tat erstmal weh. Ich stand mir selbst im Weg. Meine Glaubenssätze standen wir im Weg.


Obwohl ich mir mehrfach bewiesen hatte, dass ich den Spaß am Kochen verloren hatte. Obwohl ich spürte, dass mich das ganze Thema Essen nur noch nervte und ich ihm keine Priorität einräumen wollte, geißelte ich mich mit dem Anspruch, das hinbekommen zu müssen. Aus Angst. Aus Angst vor dem Urteil anderer Menschen. Was für ein Hirnschiss!


Widerwillig ließ ich mich auf einen Versuch ein. Die erste Kochbox kam. Kritisch und immer noch mit einem gewissen Widerwillen kochte ich die ersten Mahlzeiten. Mist! Es war einfach, es ging schnell, es war lecker, die Rezepte einfallsreich.


Was hat meine Geschichte von den verlorenen Kämpfen gegen den Staubsaugerroboter und HelloFresh mit dir zu tun?

Vielleicht erkennst du dich in meinen Worten wieder und hast auch das Gefühl, dass du in bestimmten Bereichen unbedingt alles selbst - und vor allem jederzeit perfekt - hinbekommen musst, weil du sonst versagt hast. Aber das ist einfach nicht wahr.


Jeder von uns hat seine Stärken und Schwächen und niemand ist perfekt. Und du kannst nicht alles in deinem Alltag alleine und zu 100% perfekt erledigen.


Im Onlinekurs "Die Magic 7 Haushaltsroutine" wird genau das angesprochen und es gibt sogar ein Special, das dir helfen wird, deine Glaubenssätze loszulassen.


Um eine neue, stressfreie Einstellung zur Hausarbeit zu erhalten, ist es wichtig, dass du dir bewusst machst, welche Überzeugungen dich davon abhalten, Hilfe anzunehmen, Perfektionismus loszulassen und welche dich davon abhalten, deine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.


Meine liebe Freundin und Kollegin Luva Rüggeberg ist NLP Practitioner und Theta-Healerin. In der Lektion "Thetahealing Downloads" bietet sie dir an, deine limitierenden Glaubenssätze zur Haushaltsführung zu erkennen und für dich stattdessen neue positive Glaubenssätze herunterzuladen (zu downloaden). Hast du Lust, das auszuprobieren?



Also lass uns gemeinsam unsere Glaubenssätze hinterfragen und uns von dem Druck befreien, dass wir alles alleine hinbekommen müssen. Denn nur so können wir uns auf die Dinge konzentrieren, die uns wirklich wichtig sind.


Viele liebe, ordentliche (und saubere!) Grüße,


Deine Sarah


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