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Das Problem mit den Checklisten

Was ist deine Lieblingspizza?


Bevor du dir eine fix-fertige Haushaltscheckliste im Internet kaufst, nimm bitte das Geld und gönn dir stattdessen eine Pizza. Dann ist wenigstens die Küche nicht dreckig geworden, und du hast etwas Sinnvolles mit deinem Geld gemacht. Oder lies dir wenigstens diesen Blogbeitrag durch, bevor du so eine Checkliste kaufst.


Die häufigsten Gründe für Unzufriedenheit mit dem aktuellen Stand des Haushalts sind:

  1. Es ist nie so sauber, wie du es dir eigentlich wünschst, entweder weil du grundsätzlich zu wenig Zeit hast oder alles viel mehr Zeit braucht, als dir lieb ist.

  2. Du bist etwas ahnungslos, was überhaupt im Haushalt zu erledigen ist. Es fällt dir schwer, Prioritäten zu setzen. Du verbringst mehr Zeit damit, die Hausarbeit im Kopf zu planen, statt sie tatsächlich zu erledigen.

  3. Du hast permanent das Gefühl, etwas vergessen zu haben oder dass du noch viel mehr machen müsstest.


Die vermeintlich einfache Lösung

Ist die Verzweiflung groß genug, macht man sich im besten Fall auf die Suche nach einer Lösung. Das ist der richtige erste Schritt. Wenn du dann im Internet nach einer Anleitung suchst, wie du den Haushalt besser in den Griff bekommst, wirst du unweigerlich auf Checklisten stoßen, die all das auflisten, was es im Haushalt zu tun gibt.

Auf diesen Listen stehen dann in separaten Abschnitten Aufgaben, die täglich, wöchentlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich erledigt werden sollen.


Klingt erstmal ganz praktisch, oder?


Da hat sich jemand die Mühe gemacht, das alles aufzulisten und in eine Struktur zu bringen, so dass du genau weißt, wann du was zu tun hast und keine Angst haben musst, etwas zu vergessen.


Das Problem mit den Checklisten

Es stehen alle möglich anfallenden Aufgaben drauf, damit diese Checklisten auch für jede*n passen.


Niemand kann sich hinterher beschweren und beanstanden, dass "Flusensieb reinigen" nirgends als Aufgabe auftaucht. Bedeutet dann halt im Umkehrschluss, dass jemand, der keinen Trockner besitzt, die Aufgabe einfach unerledigt aus der Checkliste streicht.


Und wenn jemand keine Zeit oder schlicht nicht das Bedürfnis hat, jeden Tag die Toilette zu schrubben, kann er die Aufgabe ja auch überspringen.


Ich finde, spätestens an diesem Punkt hat so eine Checkliste dann ihre Daseinsberechtigung verloren.


Dass so eine allgemeine Liste nie für alle passen kann, das ist ein Teil des Problems. Aber das viel größere Problem ist der Umfang dieser Listen, der sich daraus ergibt, dass sie ja für alle passen müssen und deswegen alle Eventualitäten abdecken müssen.


Dadurch werden diese Checklisten unendlich lang und umfangreich. Ich habe im Internet Angebote gefunden für Downloads mit 35 Checklisten (wtf?).


Das Problem mit dem Perfektionismus

Wenn du dir z.B. diese 35 Checklisten kaufen willst (kostet übrigens knapp 25 Euro, falls du schon überlegst, welche Pizza du dir gönnst statt das Geld für die Checklisten rauszuschmeißen) wird dir genau vorgegeben, was wann und wie oft gemacht werden muss.


Das Versprechen: Wenn du der Checkliste brav und diszipliniert folgst, alles erledigst und täglich Häkchen auf 5 verschiedenen ausgedruckten Listen machst, ist dein Haus blitzblank.


Das bezweifle ich nicht. Bestimmt ist es blitzblank wenn du das alles machst.


Die Frage ist, ob du das überhaupt schaffen kannst. Ob du diesen strikten und mächtigen Plan umgesetzt bekommst.


Je mehr Aufgaben auf einer Liste, die sich nur mit harter Disziplin erreichen lassen, desto weniger erlaubt sie Ausrutscher, einen Tag Kopfschmerzen, ein krankes Kind zuhause oder einfach mal keinen Bock zu haben.


Ein Ausrutscher bedeutet, dass das System zusammenbricht.


Oder zumindest, dass bei dir übrig bleibt: "Jetzt hab ich schon die Checkliste mit der alles so einfach ist und jemand anders für mich schon alles gut geplant hat und ich bekomm es immer noch nicht hin. Wieder nicht geschafft. Versagt.


Dann doch lieber wie vor dem Kauf auch unzufrieden mit dem Haushalt sein, aber ne leckere Pizza gegessen haben, oder? Hast du schon angerufen und bestellt?


Die Lösung: Wer viel zu tun hat, muss weniger machen.

Drehen wir den Spieß doch mal um:


Statt einer vorgefertigten 247 Punkte Liste, von der die Hälfte für dich unbrauchbar ist und die dich beim bloßen Anblick schon erschlägt, erstellst du 3 Listen mit maximal 7 Aufgaben.


Jede dieser Aufgaben ist :

  1. dir wichtig

  2. soll regelmäßig erledigt werden

  3. trägt maßgeblich zu deinem Wohlbefinden Zuhause bei


Macht dir die Vorstellung, Aufgaben einfach wegzulassen, Angst? Das Risiko einzugehen, etwas zu vergessen, gehört dazu. Wie du Schritt für Schritt so eine reduzierte Haushaltsroutine für dich erstellst, kannst du im Selbstlernkurs "Die Magic 7 Haushaltsroutine" lernen.


Du hast die Wahl: Perfektion und Stress oder Fünfe gerade sein lassen und mehr Zeit für dich haben. Der Kurs hat eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie*, sodass du ihn für dich einfach ausprobieren kannst.


Viele liebe, ordentliche (und saubere!) Grüße,


Deine Sarah


PS: Meine Lieblingspizza ist Salami mit Artischocken und Knoblauch sowie einem Spiegelei obendrauf.


*Wenn du innerhalb von 14 Tagen nach Kauf nachweisen kannst, dass du die Kursinhalte angewendet hast und dennoch nicht zufrieden bist, erhältst du den vollen Kaufpreis zurück.



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