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Nie wieder Frühjahrsputz

Wie deine Wohnung jeden Tag gleich sauber ist und du den Putztag streichen kannst

Viele haben einen sogenannten Putztag für sich implementiert. Alleine das Wort ist schon abschreckend - einen ganzen Tag putzen, oder zumindest einen von 7 Tagen in der Woche dafür reservieren? Für die meisten Berufstätigen fällt dieser Tag dann auf den Samstag. Und zumindest ein knapper halber Tag geht bei den meisten dafür drauf.

 

Alle Putzmittel und der Staubsauger werden aus dem Schrank geholt und wild in der Wohnung verteilt. Bevor es ans Staubsaugen geht, müssen herumliegende Dinge verräumt werden; bevor das Bad geputzt werden kann räumt man Töpfchen und Tiegelchen zu Seite; beim Abstauben fallen einem allerlei Dinge in die Hand die einen daran erinnern, was man noch alles erledigen sollte. Statt mit dem eigentlichen Putzen ist man viel damit beschäftigt Sachen von A nach B zu tragen. 

 

Wenn dann noch Energie und Zeit übrig ist, wird zum Schluss der Boden noch feucht gewischt - oder eben auf nächste Woche vertagt.

 

Was mich an diesem Putztag deprimiert, ist die Tatsache, dass ich einen halben Tag darauf verwende. An diesem Tag ist dann alles sauber, am nächsten legt sich schon der erste Staub wieder und die Zahnpasta klebt im Waschbecken. Jeden Tag wird die Wohnung insgesamt etwas dreckiger, bis die Unsauberkeit am Tag vor dem Putztag dann Ihren Höhepunkt erreicht hat. Anders - und etwas mathematisch ausgedrückt: Im Durchschnitt ist die Wohnung immer gleich sauber bzw. dreckig.

 

Wäre es nicht beruhigend und entspannend, sich jeden Tag der Woche in einer gleich sauberen Wohnung aufzuhalten und den Putztag zu streichen?

Mit etwas Umdenken und ein paar täglichen Routinen ist das ganz einfach möglich

1. Mach dein Bett nicht !

Ein gemachtes Bett sieht sehr ordentlich aus und gibt dem Raum Ruhe. Doch heute weiß man, dass, was uns als Kindern eingebläut wurde, ungesund ist. Wenn wir alles ausschütteln und die Decke ordentlich zusammenlegen, schaffen wir den idealen Lebensraum für Milben. Schlag die Decke einfach nur zurück. Investiere lieber einmal morgens Zeit, die Decke und das Kissen am offenen Fenster oder auf dem Balkon zu lüften. 

 

2. Schau nach unten

Wische Flecken direkt weg, so werden sie nicht hartnäckig und fege Krümel, Haare und Dreck direkt weg, so verteilt er sich nicht in der ganzen Wohnung. 

 

3. Saubere Oberflächen

Wische alle größeren Oberflächen schnell ab. Die Küchenzeile, den Esstisch, den Wohnzimmertisch, das Waschbecken. Mein Lieblingsprodukt dafür ist der vegane und vollständig biologisch abbaubare method Universalreiniger.

 

4. Mach deine Wäsche

Erst seit den 1960er und 1970er Jahren sind Waschmaschinen Bestandteil fast jeden Haushalts. Trockner und bügelfreie Textilien erleichtern uns diesen Teil der Hausarbeit um ein Vielfaches. Die Arbeit mit der Wäsche beschränkt sich heute auf zusammensuchen, beladen, entladen, beladen, entladen evtl. bügeln und wegräumen. Statt das Wäschewaschen bis zum "Wäschetag" vor dir herzuschieben, so dass du dann vor einem riesen Berg stehst; versuche die Bewältigung der Dreckwäsche in deinen Alltag zu integrieren.  Morgens schnell in die Maschine, abends in den Trockner und vor dem zu Bett gehen wegräumen. 

 

5. Halte Ordnung

Räume alles direkt an seinen dafür vorgesehenen Platz zurück. So kannst du leichter Putzen, behältst den Überblick und die gesamte Wohnung wirkt offene, freundlicher und ordentlicher.

 

Die Dinge haben bei dir keinen festen Platz? Du besitzt zu viel und die Sachen passen nicht mehr in die Schränke? Dann weißt du ja bei wem du ich melden kannst, wenn du Hilfe möchtest.

Jetzt hab ich aber immer noch nicht geputzt?!

Dazu kommen wir jetzt. 

 

Statt einmal die Woche den Großputz einzuläuten teilst du dir die Hausarbeiten in tägliche Aufgaben ein. Dabei gilt: gemacht ist besser als perfekt gewollt. Nimm dir täglich 10 Minuten Zeit. Nicht mehr. Was danach nicht erledigt ist kannst du entweder am Freitag aufholen oder du wartest bis der Bereich in der nächsten Woche wieder dran kommt. Denk daran: Die Wohnung ist nie so sauber wie am großen Putztag, also find dich damit ab, dass nicht alles perfekt sein kann - außer du möchtest jeden Tag zum Putztag machen.

 

Montag - Badezimmer

Putz das Badezimmer: Waschbecken, Dusche oder Badewanne, Spiegel und Toilette - das schaffst du in 10 Minuten. Ignoriere den Boden, die Fenster, die Schränke von innen - dazu kommen wir noch.

 

Dienstag - Staubwischen

Geh durch alle Zimmer deiner Wohnung und staube alles ab. Auch das sollte in 10 Minuten erledigt sein. 

 

Mittwoch - Staubsaugen

Nachdem du am Dienstag viel Staub rumgewirbelt hast und er jetzt nicht mehr auf den Möbeln, dafür am Boden liegt, ist der ideale Tag zum Staubsaugen. Schnapp dir den Staubrüssler und tanze 10 Minuten damit durch die Wohnung.

 

Donnerstag - Böden wischen

Zeit, diese oft aufgeschobene Aufgabe, einfach zu erledigen. Wische deine Böden feucht, am besten von der Ecke gegenüber der Tür in liegenden 8en rückwärtsgehend, so dass du dich selbst aus dem Raum wischst. Auch hier: 10 Minuten, dann wars das. Was nicht erledigt ist kann bis nächste Woche warten.

 

Freitag - Unerledigtes aufholen / "Frühjahrsputz-Aufgaben"

Am Freitag kannst du entweder aufholen, was du diese Woche nicht gemacht hast, weil du keine Lust hattest oder keine Zeit. Oder du nutzt die 10 Minuten um mal ein Fenster zu putzen oder die Fußleisten abzuwischen.

 

Samstag & Sonntag - FREUEN, dass nicht Putzttag ist

Am Wochenende hast du nun Zeit, deine Freizeit zu genießen. Treff Freunde und Familie oder genieße einfach deine schöne saubere Wohnung.

Noch ein paar Tipps zum Schluss

Verhalte dich beim Putzen so, als würdest du extern als Reinigungskraft zu jemandem nach hause kommen und dafür bezahlt werden. Lass dich nicht ablenken durch andere Dinge die dir begegnen - konzentriere dich aufs putzen.

 

Schluss mit dem Putzschrank: lagere die Sachen dort, wo du sie brauchst. Im Bad z.B. genügt ein Glasreiniger und ein Allesreiniger samt Schwamm und Lappen.

 

"Bearbeite" die Räume im Uhrzeigersinn von der Tür aus gesehen und von oben nach unten. So entgeht dir nichts.


Einige Anregungen aus diesem Blogeintrag stammen aus dem Buch " Simply clean" von Becky Rapinchuk. Für detailliertere Anleitungen und Cecklisten, sowie vielen Tipps und Tricks zum effektiven Putzen kann ich dir das Buch empfehlen. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Lena (Samstag, 14 Oktober 2017 12:55)

    Beim lesen des Artikels war ich mir sicher, dass meine Wohnung nicht in 10 Minuten zu staubsaugen ist. Ich ging eher von mindestens 30 Minuten aus. Das Nutzen einer Stoppuhr hat mich eines Besseren belehrt: genau 15 Minuten und somit viel näher an 10 als an 30 Minuten dran. Danke für den Input und wieder was gelernt.

  • #2

    Elisabeth (Dienstag, 23 Juli 2019 11:46)

    Wow, das klingt SO einfach! :-)
    Leider muss ich in meinem Fall staubsaugen & putzen an einem Tag erledigen, da Katzen-Fellknäul sich bereits nach Stunden wieder auf dem Boden verteilen. Aber es ist eine super Idee nicht alles auf einmal zu machen, sondern auf mehrere Tage zu verteilen. Möchte noch eine tolle Seite teilen, bin total Anti-Chemiekeulen. Habe heir wunderbare Tipps gefunden wie man auch ohne auskommt: https://www.schulte.de/dusche-reinigen-bad-putzen. Dein Buch-Tipp kommt auf meine Amazon-Liste. :-)

Tel. : +49 (0) 176 996 376 44


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