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Spare 100 % Rabatt - wenn du es nicht kaufst

6 bewährte Tipps für einen ordentlichen Kleiderschrank

Du hast bereits erfolgreich ausgemistet und in deinem Kleiderschrank befinden sich nur noch Kleider die du gerne und regelmäßig trägst? Wie verhinderst du nun, dass es nach einiger Zeit in deinem Kleiderschrank wieder aussieht wie davor? 

1. wenn du ein SALE- oder Rabattschild siehst mach schnell die Augen zu

In den kommenden Wochen werden uns SSV-Schilder versuchen in die Läden zu locken. Tief drinnen sind wir immer noch Jäger & Sammler und es gibt uns ein Gefühl der Bestätigung, wenn wir zuschlagen; wir fühlen uns clever denn wir haben das Schnäppchen gemacht. Wir waren so schlau, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, und die hübsche Sommerbluse für die Hälfte des Preises zu ergattern. Hinzu kommt, dass die Nachfrage steigt, wenn Dinge reduziert sind. Wenn wir zugreifen haben wir die Bluse einer möglichen Konkurrentin weggeschnappt. "Man, da haben wir aber eine tolle Leistung erbracht!" - denkt sich auch der Einzelhandel. 

 

Wenn du vor einem Kleidungsstück mit so einem schönen grellgelben oder roten Aufkleber mit durchgestrichenen Zahlen stehst, frag dich ob du das Teil auch für den Originalpreis kaufen würdest. Alles ist 100% rabattiert, wenn du es nicht kaufst.

2. Berechne den "cost per wear" - was kostet das Teil pro Anziehen?

Du hast ein schönes neues Teil gesehen, es anprobiert, es sitzt und gefällt dir. Bevor du zur Kasse gehst, geh einmal folgende Rechnung im Kopf durch: Wie oft werde ich das Teil anziehen? Ist es ein auffälliges must-have dieser Saison und günstig - sowohl im Preis als auch in der Qualität - sagen wir es ist ein silberner knielanger leichter Faltenrock für 25 Euro. Wie oft wirst du ihn anziehen, bis es a) zu kalt dafür ist, b) du denkst "das ist so Herbst 2017" und c) realisierst, dass er dir für die Arbeit too much ist und es doch garnicht so viele Anlässe dafür gibt, ihn zu tragen? Sagen wir, du wirst ihn 5 mal tragen. Macht 5 Euro pro Tragen.

 

 

Im nächsten Schaufenster, das eigentlich nicht deinem üblichen dir selbst gegebenen Shoppingbudget entspricht, siehst du einen klassischen Mantel. Er passt zu den meisten Sachen die du bereits im Schrank hast und der Schnitt betont deine Figur schmeichelhaft. Du gehst rein und probierst ihn an. Auf dem Preisschild werden 250 Euro aufgerufen. Wenn du den Mantel täglich von Mitte September bis Ende Oktober trägst, kostet er dich gleichviel wie der silberne Rock. 

3. Ein schnelles good-bye zu neuen Fehlkäufen

 Vielleicht hast du wieder ein Teil gekauft das du nun immer mal wieder aus dem Schrank ziehst und es wieder zurück hängst, statt es zu tragen. Oder du streifst es über und denkst: "heute nicht, ein ander mal". Dann stehen die Chancen gut, dass es dieses andere mal nicht geben wird. Statt diese Tatsache zu ignorieren und die Entscheidung bis zum großen nächsten Ausmistfest aufzuschieben, wenn das Teil dann in der Weggeben-Kiste landet; stelle eine Tüte in deinen Kleiderschrank. Alle Teile die du immer wieder zurückhängst wirfst du direkt da rein. Lass die Tüte 2 Monate dort stehen. Wenn du nichts mehr wieder hinaus nimmst - fort damit. So wird eine neues Ausmistfest gar nicht nötig sein. 

4. Geh nicht hungrig einkaufen

Diesen Einkaufstipp für Lebensmittel kennst du bestimmt und hast sicher auch schon erlebt was passiert, wenn du ihn nicht befolgst. Alles Mögliche landet im Einkaufswagen, das was du wirklich benötigst wird vergessen. Und zuhause stehst du mit einer Tüte Chips, zwei Äpfeln und einem Ying-und-Yang-Entspannungstee vor dem Herd.

 

Mit dem Shopping ist es genau so. Wenn du shopping-hungrig bist (Symptome: "ich fühle mich nicht gut und will mich belohnen" /  "Ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper, ein paar neue Schuhe werden`s richten" /  "Mir ist langweilig ich geh mal kurz in die Stadt, schauen was es so hat.") und rausgehst um etwas zu kaufen, wirst du höchstwahrscheinlich mit einer Zutat nach hause kommen, die ungesund für deinen Kleiderschrank ist oder nicht zu den anderen Zutaten in deinem Schrank passen. Ein gelungenes Gericht ist unmöglich. 

 

 

Frage dich bevor du shoppen gehst oder bevor du zugreifst: Warum möchte ich jetzt etwas kaufen? Benötige ich ein neues Teil oder welchem Gefühl gebe ich gerade nach? Wenn du irgendwo ein schönes Teil siehst, in einem Schaufenster, an jemand anderem, online oder in einer Zeitschrift - stell dich vor deinen Kleiderschrank und schau, zu welchen bereits vorhandenen teilen es passt. Welche Farbe müsste das neue Teil haben? Was für ein Schnitt passt zu den anderen Sachen? Welches Material ergänzt den Rest? Und schreibe dir dann einen Einkaufszettel mit dem du dann auf die Suche nach deinem neuen Lieblingsstück gehst. 

5. Nimm dir Zeit

Wenn du ein tolles Teil siehst, kauf es nicht am selben Tag. Vergleiche es mit anderen Teilen von anderen Designern und Herstellern - gibt es noch eine bessere Wahl? Lass es dir zurücklegen oder speichere es in deinem Warenkorb. Frag dich: Passt das Teil zu den Sachen die ich bereits habe? Passt das Teil zu meinen Gewohnheiten? Wie muss ich es pflegen, wenn es beispielsweise gebügelt werden muss oder nur Handwäsche möglich ist - werde ich das dann machen? Wenn du am nächsten Tag oder ein paar Tage später immer noch überzeugt davon bist: kauf es.  

6. Mach einen großen Bogen um Modezeitschriften

Die Modeindustrie muss uns bei Laune und unsere Kaufbereitschaft aufrechterhalten. Must-haves, it-pieces, Trendteile, Fashions-news, "das musst du haben", "diese Looks tragen die Stars diesen Herbst" - alles Lockmittel, um jede Saison die Lager leer und die Läden voll zu bekommen. Frage dich, ob dir dieser must-have-look persönlich gefällt und auch steht und ob du diesem Diktat folgen möchtest. Vielleicht ist der ein oder andere Look wirklich das, was du magst und gut zum Inhalt deines Kleiderschranks passt. Nicht in die Modezeitschriften zu sehen kann gut sein, um den Druck, den wir uns selbst machen, dazuzugehören, dabei zu sein, zu nehmen.

Einige Anregungen aus diesem Blogeintrag stammen aus dem Buch " Das Kleiderschrank-Projekt" von der Bloggerin Anuschka Rees. 

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